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    Die Sieger im deutschen Handel

    11.03.19 | 08:00 Uhr

    EY-Parthenon ermittelt beliebteste Unternehmen im deutschen Handel sowie Ursachen für deren Erfolg

    Das Beratungsunternehmen EY-Parthenon hat in einer repräsentativen Konsumentenbefragung die Erfolgsfaktoren für Handelsunternehmen in Deutschland ermittelt. Im Performance-Ranking stachen zwei Strategien hervor: Neben Unternehmen, die versuchen, den gesamten Markt in ihrer Branche anzusprechen, sind Geschäftsmodelle erfolgreich, die bewusst eine bestimmte Nische bedienen.

    Den gesamten Markt oder gezielt Nischen ansprechen

    Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Händler, die sich konsequent für eine der beiden Strategien entscheiden, erfolgreicher sind. Im Durchschnitt wachsen sie etwa doppelt so stark wie ihre Konkurrenten ohne definierte Identität. Diese Tendenz zeigt sich sowohl im stationären Geschäft als auch in der Online-Welt. Im E-Commerce zeichnen sich Nischen-Unternehmen durch umfangreichen Service und personalisierte Angebote aus, während Handelsriesen wie Amazon auf maximale Bequemlichkeit für ihre Kunden setzen. Vor Ort punkten kleinere Unternehmen mit gutem Service und Spaß am Einkauf und große Händler im Gegenzug mit kurzen Einkaufswegen und niedrigen Preisen.

    Von Kunden zu Fans

    Besonders die Bedeutung von Fans wird in der Studie hervorgehoben. Käufer, die ein Unternehmen für sich begeistern kann, sind nicht nur loyal, sondern agieren auch freiwillig als Werbeträger. Im Parthenon-Performance-Ranking bewerteten Fans ihre Lieblingsunternehmen im Schnitt 37 Prozent besser als die restlichen Kunden. Erfolgreiche Handelsriesen zeichnen sich dabei durch eine hohe Anzahl an Fans aus. Nischen-Händler haben im Gegenzug Anhänger mit besonders hoher Loyalität.

    Preiskampf der großen Handelsketten

    Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten im stationären Bereich die großen Unternehmen. Das liegt vor allem an dem andauernden Preiskampf, den sich Handelsriesen mit der Online-Konkurrenz liefern müssen. Die Wichtigkeit des Preisniveaus zeigt sich bei den Ergebnissen der Studie: In vielen Branchen hat der Preisführer auch die höchste Gesamtbewertung im Rating.

    Im Gegensatz dazu erzeugen Nischen-Händler bei ihrer relevanten Zielgruppe auch im stationären Bereich eine vergleichsweise hohe Zahlungsbereitschaft - durch besonderen Service oder Verkaufserlebnisse.

    Ursprüngliche Onliner sind stationären Unternehmen im E-Commerce weit voraus

    Für stationäre Händler, die den Schritt in das digitale Geschäft wagen, ergibt sich ein starker Konkurrenzdruck. Die Unternehmen mit Wurzeln im Online-Geschäft, egal ob Nischen-Konzept oder Handelsriese, sind ihren Mitstreitern in allen Leistungsdimensionen weit voraus. Die Tendenz zeigt jedoch, dass die Unterschiede in der Performance geringer werden. Einige stationäre Anbieter sind auf dem Weg, im Online-Geschäft zu den ursprünglichen E-Commerce-Händlern aufzuschließen.

    Die Sieger im deutschen Handel

    Im Performance-Ranking sicherte sich der Drogeriemarkt dm mit deutlichem Abstand den ersten Platz. Dahinter folgten Amazon und die Juwelier- und Uhrmacherkette Christ. Ein Blick auf die Top 30 der über 110 betrachteten Unternehmen zeigt, dass kein bestimmtes Geschäftsmodell deutlich überwiegt, sondern unterschiedliche Strategien, wenn sie konsequent durchgesetzt werden, im deutschen Handel zum Erfolg führen können.

    Quelle, Foto: EY-Parthenon

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