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    Die Kosmetikindustrie im Jahr 2018

    05.07.19 | 09:00 Uhr

    Euromonitor International präsentiert die Daten seines neuen Beauty- und Körperpflege-Reports

    Das Marktforschungsunternehmen Euromonitor International hat die zusammengefassten Ergebnisse seines neusten Reports zur Kosmetik- und Körperpflegeindustrie veröffentlicht. Angaben des Unternehmens zufolge erreichte die Branche im vergangenen Jahr ein so starkes Wachstum wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr und geht genauso stark ins Jahr 2019.

    Die größten Wachstumsregionen

    Im vergangenen Jahr verzeichnete die globale Kosmetik- und Körperpflegeindustrie ein Wachstum von sechs Prozent – der Höchstwert innerhalb des letzten Jahrzehnts. Dafür waren vor allem die Regionen Südamerika, die sich erfolgreich von der letzten Wirtschaftskrise erholt hat, und Asien-Pazifik verantwortlich. Letztere zählte im Jahr 2018 etwa ein Drittel des gesamten Marktwerts der Industrie. Euromonitor International schätzt, dass die Region vom Zeitraum 2018 bis 2023 etwa die Hälfte des absoluten Wachstums der Branche erwirtschaften wird.

    Massenprodukte zurück im Trend

    In den letzten Jahren ging der Trend innerhalb der Industrie vermehrt in Richtung Prestige-Produkte und individualisierbare Angebote. Diese Entwicklung schien sich im Jahr 2018 allerdings wieder im kleinen Maße umzudrehen: Während die High-End-Kategorie immer noch das größere Wachstum verzeichnete, konnte das Massensegment seine Performance im vergangenen Jahr in allen Regionen, bis auf Ost-Europa, verbessern.

    Holistische Beauty-Produkte weiterhin auf Wachstumskurs

    Die Hautpflegekategorie blieb auch im Jahr 2018 das größte Segment des Markts, mit einem Anteil von etwa einem Viertel. Für ein Wachstum von acht Prozent war vor allem der Erfolg von holistischen Produkten verantwortlich, die einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Konsumenten versprechen. Groß im Trend waren dabei besonders „Clean Beauty“-Produkte.

    Auch im Bereich Make-up strichen die Unternehmen Gewinne ein, deren Produkte Vorteile für die Gesundheit der Haut versprachen. Herkömmliche Produkte im Bereich Dekorative Kosmetik fielen im Vergleich eher ab, teilweise bedingt durch den geringeren Erfolg von Social Media-Kampagnen auf Instagram und Co.

    Das Online-Geschäft wird immer wichtiger

    Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie zum ersten Mal zehn Prozent ihres Umsatzes im Internet. Das entspricht einem Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit erzielte dieser Kanal zum ersten Mal einen größeren Umsatz als die Direct-Selling-Spezialisten, wie Avon oder Natura.

    Der Markt wird dabei besonders von spezialisierten Beauty-Händlern, wie Sephora oder Ulta dominiert, die in ihrem Portfolio eine ganze Reihe von Marken und Produkten anbieten. Laut Euromonitor International haben Online-Plattformen, die nur eine Marke vertreiben, dahingegen eher mäßigen Erfolg.

    Ausdifferenzierung des Marktes

    Zum Leiden der großen Unternehmen auf dem Markt erfährt die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie eine immer größere Ausdifferenzierung: Kleinere Marken erhalten vermehrt Gehör und können sich einen Kundenstamm aufbauen. Die am meisten betroffenen Segmente sind dabei die Kategorien Hautpflege und Dekorative Kosmetik. Aber auch wenn die Chance auf schnellen Erfolg groß ist, bedarf es fortlaufenden Neuerungen und Innovationen um in diesem hart umkämpften Marktumfeld relevant zu bleiben, so Euromonitor International.

    Quelle: Euromonitor International, Foto: Adobe Stock / kasto

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